Was ist wichtig im Leben? Diese 5 Erkenntnisse verändern deinen Blick

von | Dez. 5, 2022 | Blog, Persönlichkeitsentwicklung | 2 Kommentare

Last Updated on 9. Mai 2026 by Claudia

Stell dir vor, du liegst am Ende deines Lebens im Bett und schaust zurück. Was siehst du? Momente, auf die du stolz bist? Oder Dinge, die du dir gewünscht hättest, anders zu machen? 

Diese Frage ist unbequem, aber sie ist wichtig. Denn sie hilft dir, heute die richtigen Entscheidungen zu treffen. Was Leben wirklich bedeutet, legt keine Definition fest. Das zeigt sich in dem, was du täglich tust, wie du dich entscheidest und mit wem du dich umgibst. 

 

Was Leben wirklich bedeutet, legt keine Definition fest. Das zeigt sich in dem, was du täglich tust, wie du dich entscheidest und mit wem du dich umgibst. 

 

Was ist dir wirklich wichtig im Leben?

Jeder von uns trägt seine Antwort im Herzen. Leider hören wir nicht immer auf diese innere Stimme. Vielleicht wollen wir sie auch gar nicht hören, denn dann müssten wir uns eingestehen, dass wir gerade falsch handeln. Und so geben wir Dingen den Vorrang, die uns am Ende nicht viel bringen, während wir die Menschen vernachlässigen, die uns wirklich wichtig sind. 

 

Wie ich herausfand, was für mich wirklich wichtig ist

 

Sehr viele kennen sicherlich folgende Situation, die mir genauso passiert ist:

Ich habe in einer Bank gearbeitet und dort Weiterbildungsmaßnahmen für Mitarbeiter geplant. Wir hatten ein großes Projekt, das mir sehr viel Spaß gemacht hat. Leider zog sich das Projekt immer wieder nach hinten. Meine Arbeit und damit auch meine Arbeitszeit verschob sich immer mehr auf die frühen Abende. Dies tat als Alleinerziehende schon sehr weh.

Ich wusste zwar, dass meine Kinder gut versorgt waren, aber ich hatte oftmals ein sehr schlechtes Gewissen. Ich war förmlich hin- und hergerissen. Endlich mal eine Arbeit, die mich gefordert und interessiert hat, aber auch gleichzeitig eine sehr wichtige Zeit im Leben meines Sohnes.

Er hatte ein Stipendium bekommen und würde ein Jahr in den USA zur Schule gehen. Der Abreisetermin rückte näher und meine Arbeit wurde gleichzeitig immer mehr.  

Das Ende vom Lied war, dass ich wesentlich weniger Zeit mit meinem Sohn vor seiner Abreise hatte, als ich gehofft und geplant hatte. Diese „verlorene“ Zeit hat mir sehr weh getan. Gleichzeitig habe ich mir eingeredet, dass ich keine andere Möglichkeit gehabt habe.

Aber ist das wirklich so gewesen? Warum habe ich meinen Chefs damals nicht einfach gesagt, dass ich nach Hause fahre? Inzwischen weiß ich: Ich hatte diese Wahl und habe sie nicht genutzt. Denn wir haben immer eine Wahl, in jeder Situation und zu jeder Zeit. Maßgeblich ist nur, wie wir uns entscheiden. Meine Entscheidung war damals für die Arbeit und gegen die Zeit mit meinem Sohn. Ich habe damals nicht gesehen, dass ich in einem Hamsterrad gefangen war.

Aus dieser Situation habe ich gelernt, dass mir die Beziehung zu meinen Kindern am wichtigsten ist.

 

Im Krankenhaus hält jemand die Hand einer alten Frau

Was Sterbende am meisten bereuen

Das Thema „Was ist wirklich wichtig im Leben?“ hat die Australierin Bronnie Ware als private Pflegerin von Sterbenden sehr beschäftigt. Sie hat ihre Kundinnen und Kunden gefragt, was diese denn am meisten am Ende ihres Lebens bereuen. Es wurden vielfach die gleichen Aussagen getätigt. Darüber hat sie ein Buch geschrieben „5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“. Dies waren ihre Antworten:

 

„Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“

Gerade wir Frauen werden immer noch von der Gesellschaft „erzogen“, dass wir dir Fürsorge für die Kinder überwiegend alleine stemmen, gleichzeitig einen super Job machen und am besten uns auch noch sozial engagieren. Viele Menschen fragen sich spätestens in den 40/50-iger Jahren, ist dies eigentlich das Leben, was ich leben möchte? Oftmals werden Träume nach hinten geschoben oder der vermeintliche Druck der Gesellschaft / Familie ist zu groß, um jetzt bereits etwas zu verändern.

Genau dies habe ich auch aufgrund der Frage „Was ist wirklich wichtig?“ geändert. Ich bin aus dem Hamsterrad ausgestiegen und gehen jetzt meinem Herzensbusiness nach. Wie sieht es bei dir aus? Interessiert dich wie ich wurde, was ich bin? Dann lies gerne hier weiter.

 

„Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet“

Wie viele Abende hast du mit dem Laptop auf dem Sofa gesessen, obwohl deine Kinder, dein Partner oder deine Partnerin nebenan waren? Wie oft warst du körperlich anwesend, aber gedanklich noch im Job?

Arbeit ist wichtig, keine Frage. Aber keine Firma der Welt wird sich am Ende deines Lebens an deiner Seite befinden. Was bleibt, sind die Menschen und die Momente, die du mit ihnen geteilt hast. Die gute Nachricht: Du kannst heute damit anfangen, das zu ändern.

 

„Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken“

Machen wir immer das, was wir fühlen? Ich denke nicht. Oftmals hindern uns Emotionen wie Scham oder Angst, dass wir genau das tun, was uns unsere Intuition sagt. Auch das Thema Grenzen setzen, ist für viele Menschen schwierig. Dies gilt besonders dann, wenn wir uns in einer toxischen Beziehung befinden, ohne Selbstvertrauen und das Gefühl, dass uns jemand unterstützt. Hier unterdrücken wir unser Gefühl, um vermeintlich Kinder zu schützen oder die Familie zusammenzuhalten. 

Wir müssen lernen, wieder mehr unsere wahren Gefühle zu zeigen und auf unser Bauchgefühl zu hören.

 

„Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten“

Freundschaften sind kostbar, aber sie brauchen Pflege, sonst verkümmern sie. In unserer schnelllebigen Zeit verlieren wir uns schnell aus den Augen. Dabei wäre es so einfach, Kontakt zu halten, auch ohne im gleichen Ort zu wohnen. 

Mit wem aus „älterer“ oder „neuerer“ Zeit möchtest du wieder in Kontakt treten? Nimm es dir nicht nur vor, sondern schreibe gleich jetzt eine Nachricht.

 

„Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein“

Jeder hat eine andere Definition für „glücklich“. Wichtig allein ist es, dass du dich auf den Weg machst, glücklich zu sein.

Glücklich zu sein, hat viel damit zu tun, dass wir das machen, was uns wichtig ist. Deshalb nutze die untenstehenden Fragen, um dies zu klären und damit dann auch glücklicher zu sein.

Wir selbst haben es in der Hand glücklich zu sein. Worauf warten wir also noch?

 

Aufgeschlagenes Journal auf einem Holztisch von Claudia Kielmann

Wie weißt du, was dir am wichtigsten ist?

Die folgenden Fragen helfen dir, Klarheit zu bekommen. Nimm dir dafür bewusst Zeit, am besten mit einem Stift und einem Notizbuch. Schreib auf, was dir spontan in den Sinn kommt, ohne zu zensieren. Dein erster Gedanke ist oft ehrlicher als alles, was danach kommt. 

  • Wofür lebe ich?
  • Was ist mir wichtig?
  • Welche Werte habe ich?
  • Wer ist für mich wichtig im Leben?
  • Wer bin ich überhaupt?
  • Was will ich im Leben erreichen?
  • Was will ich hinterlassen und an was soll man sich erinnern, wenn ich sterbe?

Hast du Spaß daran, dich jeden Tag ein bisschen zu reflektieren? Dann fang an, ein Journal zu schreiben. In der Regel brauchst du ca. 6 Minuten am Tag – vielleicht am Anfang etwas mehr. Was mir selbst das Journaln bringt, habe ich hier beschrieben. Mehr zum Thema „Journal schreiben“ findest du hier. 

 

Fazit

Das Leben ist zu kurz für irgendwann. Du weißt jetzt, was Sterbende bereuen und du hast die Fragen, die dir zeigen, was dir wirklich wichtig ist. Jetzt liegt es an dir. Nicht morgen, nicht nächste Woche, sondern heute!

  • Weißt du, was für dich wirklich wichtig ist?
  • Welche Fragen haben dir geholfen, etwas Wichtiges für dich zu erkennen?
  • Was möchtest du ändern?

Ich freue mich sehr über deine Rückmeldung in den Kommentaren

Interessierst du dich für weitere Impulse im Bereich persönliches Wachstum? Dann schau bei diesem Blogbeitrag vorbei: 5 kluge Sätze für dein persönliches Wachstum

 

Brauchst du jemanden, mit dem du deine Gedanken sortieren kannst? Dann mach gerne unverbindlich einen Gesprächstermin mit mir aus.

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Wer schreibt hier?

Portraitfoto Claudia Kielmann, Coach "Stark nach Trennung"

Ich bin Claudia, und als Trennungscoach unterstütze ich Frauen in Trennungssituationen. In meinen Blogbeiträgen findest du mein Wissen und meine Erfahrungen rund um die Themen "Trennung" und "Persönlichkeits-entwicklung".


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2 Kommentare

  1. Shivani

    Liebe Claudia,
    das ist so schön beschrieben – und meine Erfahrung ist, dass es oft das Leben selbst ist, das uns lehrt, was uns am wichtigsten ist – so wie es dir mit deinem Sohn erging.
    Mir ist Freiheit wichtig – und Eigensinn und das hat seine Wurzeln auch im Leben.
    Viele Grüße aus Spanien
    Shivani

    Antworten
    • Claudia

      Liebe Shivani,
      vielen lieben Dank für deine Worte. Du hast das sehr gut ausgedrückt.
      Liebe Grüße nach Spanien
      Claudia

      Antworten

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