Du hast gerade eine Trennung hinter dir und fühlst dich überfordert, allein und fragst dich, wie du wieder auf die Beine kommen sollst? Du bist nicht allein! Gerade in solchen Zeiten ist es so wichtig, nicht nur auf sich selbst zu schauen, sondern das Netzwerk um dich herum zu sehen und zu nutzen. Denn Netzwerken nach der Trennung kann dir ganz neue Kraft und Perspektiven schenken.
Heute nehme ich dich mit in ein offenes Gespräch mit Danielle Berg, systemische Beraterin, Lifecoach und Lösungsforscherin. Gemeinsam schauen wir uns an, was Netzwerken nach einer Trennung bedeutet, was lösungsorientierte Ansätze damit zu tun haben und wie du mit kleinen praktischen Schritten dein Leben wieder selbstbestimmt gestalten kannst.
Danielle Berg: Eine Frau mit Herz, Mut und Leidenschaft
Danielle Berg ist alles andere als eine gewöhnliche Beraterin. Sie ist eine Powerfrau mit einem riesigen Herz für Kinder und Jugendliche, eine leidenschaftliche Läuferin, die schon einen Marathon gemeistert hat, und eine starke Persönlichkeit, die selbst schwere Zeiten gemeistert hat, denn sie hat Brustkrebs überstanden. Diese Erfahrungen prägen sie tief und machen sie zu einer authentischen Begleiterin für Menschen, die gerade durch schwierige Phasen gehen.
Was Danielle besonders auszeichnet, ist ihre systemische Sichtweise: Sie betrachtet Menschen nicht isoliert, sondern immer im Kontext ihrer Beziehungen und ihres Umfelds. Für sie steht fest, dass niemand seine Herausforderungen komplett alleine meistern muss. Das Umfeld spielt eine große Rolle und bietet oft schon viele Ressourcen, die wir nur wahrnehmen müssen.
Danielle ist nicht nur Coach, sondern auch Expertin für lösungsorientierte Methoden, wie das „Ich schaff’s“-Programm aus Finnland, und setzt sogar ungewöhnliche Werkzeuge ein, zum Beispiel Lego, um Kreativität und neue Perspektiven zu fördern. Klingt spannend? Das ist es auch!
Was bedeutet systemische Beratung und warum ist sie so wertvoll?
Ich frage nach, was systemische Beratung genau bedeutet. Danielle erklärt, dass es dabei nicht darum geht, das Problem isoliert zu betrachten, sondern immer das gesamte System im Blick zu haben: die Beziehungen, die Situationen, die Zusammenhänge. Das Problem ist nie 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche gleich präsent, sondern immer in einem bestimmten Kontext.
Diese Sichtweise hilft, den Fokus von den Schwierigkeiten weg und hin zu den Lösungen zu lenken. Danielle zeigt ihren Klient*innen, wo das Problem gerade nicht auftritt und welche Strategien in anderen Situationen schon gut funktionieren. Daraus lassen sich neue Wege ableiten, die in der aktuellen Herausforderung helfen können.
„Es geht weniger ums Problem, sondern darum, was funktioniert und wie ich das auf meine Situation übertragen kann.“
Ich schaff’s – ein Lösungsprogramm für Kinder und Jugendliche
Ein besonderes Herzensprojekt von Danielle ist das „Ich schaff’s“-Programm, das ursprünglich aus Finnland stammt und von Ben Fuhrmann entwickelt wurde. Es richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, die Herausforderungen in ihrem Alltag meistern wollen. Dabei wird nicht davon ausgegangen, dass Kinder ein Problem oder schlechtes Verhalten haben, sondern dass sie noch bestimmte Fähigkeiten erlernen müssen.
Das Programm arbeitet lösungsfokussiert und stärkt die Ressourcen und Stärken der Kinder, anstatt sich auf das Problem zu versteifen. Zum Beispiel geht es darum, wie Kinder besser vor anderen sprechen können, ihre Impulse kontrollieren oder schüchternes Verhalten überwinden. Die Methoden sind flexibel und orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen.
Ich finde: Dieses Konzept lässt sich wunderbar auch auf Erwachsene übertragen. Denn wir alle sind ein Leben lang in einem Lernprozess und profitieren davon, den Blick auf unsere Stärken zu richten und neue Strategien zu entwickeln.
Lego als Coaching-Tool: Kreativität trifft auf Problemlösung
Ein besonders spannender Aspekt im Gespräch mit Danielle ist ihr Einsatz von Lego im Coaching. Auf den ersten Blick mag das ungewöhnlich klingen, doch Danielle erklärt, dass Lego ein großartiges Mittel ist, um Kreativität anzuregen und komplexe Gedanken sichtbar zu machen.
Wenn es schwerfällt, Gefühle oder Wünsche in Worte zu fassen, kann das Bauen mit Lego helfen, eine Metapher zu schaffen, die das Innere nach außen bringt. Gerade in Teams oder Gruppencoachings fördert das gemeinsame Bauen den Austausch, schafft ein gemeinsames Bild und öffnet Räume für neue Ideen.
„Lego bringt die Gedanken in den Flow und öffnet Gespräche, die sonst vielleicht schwerfallen würden.“
Danielle nutzt Lego sowohl im Einzelcoaching mit Kindern und Jugendlichen als auch in der Teamentwicklung bei Unternehmen. Der Spaßfaktor ist dabei hoch, und die kreative Methode hilft, neue Perspektiven zu gewinnen und Lösungen zu entwickeln.
Wer profitiert vom Coaching mit Danielle?
Die meisten Klient*innen von Danielle sind Kinder im Grundschulalter bis etwa zur sechsten Klasse, aber auch deren Mütter finden bei ihr Unterstützung. Besonders Mütter, die sich überfordert fühlen oder sich für ihre Kinder eine bessere schulische und soziale Entwicklung wünschen, profitieren von ihrem Coaching.
Danielle unterstützt nicht nur die Kinder, sondern auch die Mütter dabei, ihren Alltag besser zu managen, Stress zu reduzieren und das eigene Selbstbewusstsein zu stärken. Oft kommen Menschen zu ihr mit dem Gefühl „Ich bin nicht gut genug“ oder „Ich könnte mehr leisten“, und Danielle hilft ihnen, das riesige Potenzial zu erkennen, das in ihnen steckt.
„Es gibt immer eine Lösung“: Eine Überzeugung, die Kraft gibt
Ein Satz, der Danielle besonders am Herzen liegt, lautet: „Es gibt immer eine Lösung.“ Sie ist davon überzeugt, dass auch wenn die Lösung manchmal verborgen oder nicht sofort sichtbar ist, sie immer da ist. Diese Überzeugung hat sie besonders durch ihre eigene Brustkrebserkrankung gewonnen.
Danielle erzählt, dass es oft hilft, verschiedene Blickwinkel einzunehmen: Was passiert, wenn ich nicht nur geradeaus gehe, sondern mal links oder rechts abbiege? Was würde meine beste Freundin mir raten? Manchmal ist die Lösung auch, abzuwarten und die Dinge sich entwickeln zu lassen.
Tipp von Danielle Berg: „Manchmal ist die beste Lösung, erst einmal nichts zu tun und abzuwarten. Manche Probleme lösen sich von alleine.“
Wichtig ist für sie auch, dass Lösungen immer individuell sein müssen. Niemandem bringt es etwas, wenn man ihr eine Lösung aufzwingt, die nicht zu ihrer Lebenssituation, ihren Werten oder Erfahrungen passt. Die beste Lösung muss immer von einem selbst kommen, damit man wirklich daran glaubt und sie umsetzen kann.
Warum Danielle Menschen unterstützt, eine Vision, die Mut macht
Danielle verrät, dass sie viele Menschen kennt, die viel Energie darauf verwenden, sich über Dinge zu ärgern oder zu jammern, die nicht funktionieren. Dabei ist genau diese Energie so wertvoll und könnte genutzt werden, um positive Veränderungen anzustoßen.
Ihre Vision ist es, Menschen zu helfen, ihr Denken umzulenken und diese Energie auf das zu fokussieren, was funktioniert. Besonders bei Kindern möchte sie den Blick auf das Positive lenken, auf das, was trotz Schwierigkeiten gut läuft, und sie darin stärken.
„Jeder hat ein ähnliches Energielevel – warum also nicht die Energie nutzen, um das zu fördern, was funktioniert?“
Die Netzwerkkarte: Dein Werkzeug für Unterstützung und neue Perspektiven
Ein praktisches Tool, das Danielle in ihrem Coaching nutzt und kostenlos anbietet, ist die Netzwerkkarte. Sie erklärt, dass wir oft versuchen, alles alleine zu schaffen, und dabei ausblenden, wer wirklich um uns herum ist und uns unterstützen kann.
Die Netzwerkkarte ist eine Art Zielscheibe, bei der man sich selbst in die Mitte setzt und dann die Menschen und Beziehungen aufschreibt, die einem nahestehen oder hilfreich sein könnten. Dazu gehören nicht nur enge Freunde und Familie, sondern auch Nachbarn, Kollegen, Lehrer, Betreuer, Vereinsmitglieder oder sogar Haustiere, also alles, was einem Kraft geben oder helfen kann.
Indem man das sichtbar macht, wird das Netzwerk greifbar und man erkennt oft überraschend viele Unterstützer, die einem zur Seite stehen können. Das Aufschreiben macht die Beziehungen auch verbindlicher und erleichtert es, die Menschen gezielt anzusprechen.
Wie kann eine Netzwerkkarte nach einer Trennung helfen?
Stell dir vor, du bist Iris, eine Frau, die gerade eine Trennung durchlebt und sich überfordert fühlt. Iris hat nur ein oder zwei enge Freunde, aber wenn sie ihre Netzwerkkarte ausfüllt, entdeckt sie plötzlich, dass sie viel mehr Menschen um sich hat:
- Nachbarn, die kleine Alltagshelfer sein können, wie Einkäufe erledigen oder auf die Kinder aufpassen
- Kollegen, die bei der Arbeit unterstützen oder schlicht ein offenes Ohr haben
- Lehrer oder Betreuer der Kinder, die informiert werden können und Verständnis zeigen
- Freunde von Freunden, über die du neue soziale Kontakte knüpfen kannst
- Vereine oder Gruppen, in denen man Anschluss finden kann
Auch Menschen, mit denen man früher befreundet war oder die man durch einen Umzug verloren hat, können wieder auf die Karte gesetzt werden. Manchmal braucht es nur Zeit oder einen neuen Anlauf, um alte Verbindungen wiederzubeleben.
Tipp von Danielle Berg: „Wenn du das Gefühl hast, allein zu sein, mach eine Netzwerkkarte. Du wirst überrascht sein, wie viele Menschen in deinem Umfeld bereit sind, dich zu unterstützen.“
Konkrete Schritte zum Aufbau deines Unterstützungsnetzwerks
Netzwerken nach der Trennung ist nicht nur ein Schlagwort, sondern ein aktives Tun. Danielle empfiehlt, die Netzwerkkarte als lebendiges Dokument zu verstehen, das du immer wieder aktualisieren und erweitern kannst. Hier ein paar konkrete Schritte, die dir helfen können:
- Setz dich in Ruhe hin und zeichne deine Netzwerkkarte. Überlege, wer dir nahesteht, wer dich unterstützen kann, auch wenn es nur kleine Dinge sind.
- Erweitere den Blick auf alle Lebensbereiche. Familie, Freunde, Arbeit, Nachbarn, Schule, Vereine, soziale Medien: Überall gibt es Menschen, die dir helfen können.
- Überlege, welche Bedürfnisse du gerade hast. Brauchst du jemanden, der dir zuhört? Oder jemanden, der praktische Hilfe leistet? Oder jemanden, der dir Mut macht?
- Mach den ersten Schritt und sprich jemanden an. Oft ist der erste Kontakt der schwerste, aber er öffnet Türen.
- Bleib offen für neue Kontakte und Möglichkeiten. Schau auch nach neuen Gruppen oder Vereinen, die dir guttun und dein Netzwerk erweitern.
- Vergiss nicht, auch dir selbst etwas Gutes zu tun. Netzwerken heißt auch, sich selbst als Teil eines Systems zu sehen, das du gestalten kannst.
Selbstfürsorge und gesunder Egoismus: Warum sie gerade jetzt wichtig sind
Ein weiteres Thema, das im Gespräch mit Danielle nicht fehlen darf, ist die Selbstfürsorge. Gerade nach einer Trennung oder in schwierigen Lebensphasen neigen wir oft dazu, uns selbst hinten anzustellen und uns für andere aufzuopfern. Danielle nennt das „gesunden Egoismus“, also das bewusste Wahrnehmen der eigenen Bedürfnisse und Grenzen.
Sie erzählt, dass sie selbst immer wieder darauf achtet, sich Auszeiten zu gönnen und kleine Rituale einzubauen, die ihr Kraft geben. Das kann ein Spaziergang sein, ein ruhiger Moment für sich oder eine Tätigkeit, die Freude bringt.
„Bevor du für alle anderen da sein kannst, musst du gut für dich sorgen. Nur so hast du die Kraft, das Leben zu meistern.“
Ich selbst habe in meiner Trennungszeit gelernt, offen mit meinem Umfeld zu kommunizieren, um Unterstützung zu bekommen, sei es durch Gespräche mit dem Kindergarten, mit Freundinnen oder der Familie. Diese Offenheit hat mir geholfen, nicht in die Isolation zu geraten.
Was würdest du deiner besten Freundin in einer Krise sagen?
Zum Abschluss des Gesprächs frage ich Danielle, was sie ihrer besten Freundin raten würde, wenn diese sich in einer schwierigen Lage fühlt und nicht weiterweiß. Danielle antwortet mit einer klaren Botschaft:
„Ich bin da für dich. Lass uns gemeinsam schauen, wer dich unterstützen kann und welche kleinen Schritte du jetzt gehen kannst. Konzentrier dich auf das, was du beeinflussen kannst, und verschwende keine Energie an Dinge, die außerhalb deiner Kontrolle liegen.“
Sie betont, wie wichtig es ist, die eigene Kraft nicht zu unterschätzen und sich selbst auch mal Raum zu geben, um zur Ruhe zu kommen. Dabei ist es völlig in Ordnung, Hilfe anzunehmen und Unterstützung zu suchen.
Persönliche Reflexion: Netzwerken, dein Weg zu neuer Stärke
Das Gespräch mit Danielle Berg hat mich wirklich berührt und mir einiges mitgegeben. Netzwerken nach der Trennung ist so viel mehr als nur Kontakte knüpfen. Es ist eine Einladung, dich selbst und dein Umfeld neu kennenzulernen, deine Ressourcen zu erkennen und mutig neue Wege zu gehen.
Wenn du gerade das Gefühl hast, allein mit deinen Herausforderungen zu sein: Ich lade dich ein, genau jetzt eine Netzwerkkarte zu zeichnen. Schau, wer wirklich da ist. Menschen, die dich unterstützen, dich stärken und dir Halt geben können. Du wirst sehen, wie viele Menschen in deinem Leben wirklich für dich da sind.
Und denk immer daran: Es gibt immer eine Lösung, manchmal versteckt, manchmal ganz nah. Manchmal ist es ein kleiner Schritt, manchmal ein Perspektivwechsel, manchmal das Abwarten und Vertrauen. Gib dir selbst die Erlaubnis, diese Unterstützung anzunehmen und deinen Weg Schritt für Schritt zu gehen.
Du möchtest deine Netzwerkkarte nicht alleine zeichnen oder du hast das Gefühl, kein Netzwerk zu haben, dann buche dir ein kostenloses Kennenlerngespräch und wir schauen uns deine Situation gemeinsam an.



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