Last Updated on 8. Januar 2023 by Claudia

Kennst du Willy Brandt (18.12.1913 – 8.10.1992)? Er war der 4. Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland (1969 – 1974). Den Friedensnobelpreis 1971 erhielt er aufgrund seiner Bemühungen, den damaligen Ostblockstaaten gemäßigt entgegenzugehen. Damit hat er im sogenannten „Kalten Krieg“ für eine Entspannung in Europa gesorgt. Berühmt ist er für den Kniefall von Warschau.

Sein Zitat „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten“ ist sicher nicht nur politisch gemeint. Denn er hat in seiner Kindheit und Jugendzeit unter sehr schwierigen Familienverhältnissen gelebt. Diese Zeit wurde auch später immer noch politisch gegen ihn verwendet. Später gab es immer wieder schwierige Lebensabschnitte von Willy Brandt, in der dieses Zitat entstanden sein konnte.

Wir fragen uns oft bei Schicksalsschlägen oder auch schwierigen Trennungen, „warum ich“ oder „warum jetzt“.

Auch mir persönlich ging es so. Nach einem schweren Schicksalsschlag lag ich am Boden und wusste nicht mehr ein noch aus. Zu diesem Zeitpunkt habe ich mich gefragt, warum ausgerechnet mir das passiert. Welchen Sinn hat dieser Verlust?

Ich hatte zwar keine Schuld in dieser Situation, aber trotzdem fühlte ich mich schuldig. Das Schlimmste war, dass ich nicht so einfach wieder aus dieser Haltung und aus diesem Denken herausgekommen bin.

Um dies zu überwinden, habe ich eine Therapie gemacht und hier wurde mir sehr vieles klar. Vor allem habe ich gelernt, selbst tätig zu werden – nicht ohnmächtig auf irgendetwas zu warten, was nicht eintrifft und außerdem, dass Jammern nicht hilft. Nur wenn ich mich im Geiste bewege, komme ich aus diesem Tief heraus.

Ich selbst habe es in der Hand, mir meinen zukünftigen Weg zu suchen und ihn dann zu gehen. Meine Zukunft kann nur ich selbst gestalten. Dies bedeutet auch, dass ich keinen anderen dafür verantwortlich machen kann – ich bin im sogenannten „Fahrersitz meines Lebens“. Ich bin diejenige, die es selbst in der Hand hat, wie ich meine Zukunft gestalten möchte.

In meinem späteren Leben habe ich weitere schwierige Situationen erlebt, aber aufgrund des damals erlernten Blickwechsels war mir klar, ich kann etwas ändern!

Seitdem bin ich kein Opfer mehr, sondern Gestalterin meines eigenen Lebens.

Deshalb fordere ich dich nun auf: Sei auch du der/die Gestalter/in deines Lebens! Nur du kannst dein Denken und damit auch deine Zukunft ändern!

Wenn es dir nicht gut geht, ändere etwas in deinem Leben! Wenn du Hilfe dabei brauchst, dann hol dir diese. Dies ist keine „Schande“, sondern du gehst auch zum Hausarzt, wenn du körperliche Beschwerden hast.

Nur so kannst du in deine gute Zukunft blicken!