Last Updated on 14. Oktober 2021 by Claudia

stBesonders Frauen tun sich schwer mit ihrem Selbstwertgefühl und haben den Satz „ich bin nicht wertvoll“ verinnerlicht.
Aber warum ist dies so? Woher kommt dieser Satz? Und wie, bitte, können wir ihn wieder loswerden?

Woher stammt dieser Mindfuck „Ich bin nicht wertvoll!“?

Eigentlich weiß jeder Mensch, dass er wichtig und wertvoll ist. Aber warum glauben wir das nicht fest in unserem Inneren? Die meisten unserer Gedanken und Handlungen laufen unbewusst ab. Und genau dort – im Unterbewussten – haben wir manche Sätze eingepflanzt, die nicht stimmen, aber an die wir fest glauben. Oftmals stammen solche Glaubenssätze aus der Kindheit und gehen leider auch nicht so einfach wieder weg. Als Kinder glauben wir alle leicht dahin gesagten Sätze unserer Umwelt. Dies können die Eltern, Großeltern oder Geschwister sein. Sehr häufig sind es aber auch Lehrer oder andere Personen, die uns kritisiert haben. Es wird beispielsweise gesagt: „Du kannst das nicht.“, „Lass das lieber. Du schaffst das eh nicht“ oder „Du solltest lieber etwas anderes machen.“. Viele dieser Sätze werden in den Familien von Generation zu Generation weitergegeben, ohne sie zu hinterfragen.

Aber es gibt auch andere Situationen im Leben, die uns diesen Mindfuck glauben lassen. Beispielsweise kann uns dies ein Partner in der Beziehung einreden mit den Worten „Warum liebe ich dich überhaupt?“, „Du kannst ja noch nicht einmal richtig kochen.“, „Du bist ein Stück Dreck.“, „Du hast es nicht verdient zu leben“. Nicht immer mit diesen heftigen Worten, aber auch vornehmer formuliert, werden diese Sätze geglaubt und verinnerlicht.

Wie gehen wir mit diesem Glaubenssatz um?

Unser Mangel an Selbstwert ist uns in der Regel gar nicht bewusst. Also befeuern wir diesen Glaubenssatz „Ich bin nicht wertvoll“ weiter mit unseren eigenen Aussagen. Ein Beispiel: wenn uns etwas nicht gelingt, sagen wir uns gedanklich „Warum bekomme ich nie etwas hin?“ oder wir beschimpfen uns selbst als „Loser“ oder „Niete“. Wir machen uns also noch kleiner und noch wertloser und fühlen uns mit jedem einzelnen Satz oder Situation noch minderwertiger als zuvor. Damit wird unser Selbstbewusstsein noch weniger, wir trauen uns noch weniger zu und jede Kleinigkeit, die vielleicht nicht optimal läuft, packen wir uns als Bestätigung nochmals obendrauf. Und so fühlen wir uns noch wertloser und minderwertiger. Es ist also eine richtige Selbstwert-Abwärtsspirale.

Wie können wir unseren Satz „Ich bin nicht wertvoll“ positiv verändern?

Unser Unterbewusstsein muss umprogrammiert werden. Dies ist ein längerer Prozess, aber sehr gut machbar. Denn wenn wir die letzten Jahrzehnte etwas fest geglaubt haben, können wir das an einem Wochenende nicht schnell wieder verändern.

Das Wichtigste ist, dass du mit deinem bewussten ICH daran glaubst, dass du wertvoll bist. Dazu überlege dir, ob dieser Satz „Ich bin nicht wertvoll.“ stimmen kann. Bei diesem Mindfuck wissen wir, wenn wir wissentlich darüber nachdenken, dass er nicht stimmt. Wenn uns dies suggeriert worden ist, dann liegt es an den anderen Personen und niemals an uns. Dieser Glaubenssatz entspricht niemals der Realität!

Jeder Mensch, egal wie er ist, ist alleine durch sein Dasein wertvoll und etwas ganz Besonderes. 

Wir müssen uns unserer Thematik bewusstwerden und jedes Mal, wenn etwas passiert und wir uns wieder wertlos und minderwertig fühlen, sprechen wir zu uns, als wenn ein sehr guter Freund zu uns spricht. Stell dir vor, ein Freund kommt zu dir und erzählt dir sein Missgeschick oder eine Aussage eines Anderen. Wie würdest du reagieren? Selbstverständlich würdest du deinem Freund die Wahrheit sagen, nämlich dass er wertvoll und wichtig ist. Genauso sollten wir jetzt mit uns sprechen.

Ein weiterer Punkt ist die Benutzung von Affirmationen. Hier bieten sich folgende Sätze an: „Ich bin wertvoll.“ oder „Ich bin gut so, wie ich bin.“. Wie du dies genau machst, liest du auf meinem Blogartikel „Wie findest du deine Affirmation?“.

Welchen Mindfuck hast du bereits aufgelöst oder möchtest ihn auflösen? Verrate es mir gerne in den Kommentaren.